Die Ansichten im Content Planer
Der Content Planer zeigt dieselben Daten in drei Perspektiven. Du wechselst mit einem Klick zwischen ihnen, ohne dass etwas doppelt gepflegt oder synchronisiert werden müsste. Weil alle drei Ansichten auf denselben Datensätzen arbeiten, gibt es keine abweichenden Stände.
Welche Ansicht bei euch die Hauptansicht ist, entscheidet ihr selbst. In der Praxis nutzen Redaktionen die Pipeline täglich, den Kalender wöchentlich in der Redaktionssitzung und die Jahresübersicht quartalsweise.
| Ansicht | Beantwortet | Typischer Rhythmus |
|---|---|---|
| Pipeline | Woran arbeiten wir gerade? | täglich |
| Kalender | Was geht wann raus? | wöchentlich |
| Jahresübersicht | Wo sind die Lücken? | quartalsweise |
Zusätzlich gibt es zwei weitere Ansichten: Der Bereich "Nicht eingeplant" im Content Planer sammelt Ideen ohne Termin - der Zettelkasten neben dem Redaktionsplan.
Eine Redaktionsplanung zeigt normalerweise nur, was das Team aktiv geplant hat. Nicht sichtbar ist, was ohnehin automatisch läuft: der Social-Media-Post, der seit zwei Wochen terminiert ist, oder der Content Pool, der am Monatsanfang neue Einträge ausspielt. Genau diese Lücke schliesst die Timeline-Ansicht.
Pipeline
Die Pipeline ist ein Kanban-Board mit frei definierbaren Spalten, von "Idee" über "In Arbeit" und "Warte auf Freigabe" bis "Erledigt" oder wie auch immer die Stufen in deinem Team heissen.
Der Status einer Idee entspricht direkt ihrer Spalte. Verschiebst du eine Karte, ändert sich der Status, und umgekehrt. Zwei getrennte Zustände, die auseinanderlaufen können, gibt es nicht. Damit beantwortet die Pipeline ohne Status-Meeting die Frage, woran gerade wer arbeitet, und verhindert Doppelspurigkeiten.
Die Pipeline eignet sich als tägliche Arbeitsansicht. Ideen ohne Termin sind hier ebenso sichtbar wie terminierte, weil die Spalte und nicht das Datum die Sortierung bestimmt.
Du kannst Karten manuell verschieben und sortieren. Zusätzlich lassen sich die Karten nach Personen, Typen und Tags filtern.
So erstellst du die Pipeline
Beim erstmaligen Start des Planers fordert dich Flyo auf, die Pipeline zu definieren. Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt kannst du in den Flyo-Einstellungen vornehmen.
Kalender
Der Kalender zeigt eine Monats- und eine Wochenansicht: Was geht wann raus, was muss bis wann bearbeitet sein.
Deadlines lassen sich als einzelnes Datum oder als Zeitspanne setzen. Das ist nützlich für Beiträge, die über mehrere Tage entstehen, und für Kampagnen mit einem Publikationsfenster statt einem Stichtag. Eine Idee mit Zeitspanne erscheint entsprechend über mehrere Tage hinweg.
Der Kalender ist die Ansicht für die Abstimmung mit anderen Kanälen und Kampagnen. Wer hier zusätzlich die Timeline einblendet, sieht neben der eigenen Planung auch, was ohnehin automatisch läuft: geplante Social-Media-Posts und geplante Änderungen in Content Pools.
deen ohne Datum erscheinen nicht im Kalender. Sie sind stattdessen über die Ansicht "Nicht eingeplant" erreichbar.
Jahresübersicht
Die Jahresübersicht zeigt vergangene und kommende Monate aus der Vogelperspektive. Sie beantwortet die Fragen, die im Wochenkalender untergehen:
- Wo sind die Lücken im nächsten Quartal?
- Welche Monate sind überladen?
- Welche saisonalen Themen kamen im Vorjahr wann?
Damit beginnt die Planung nicht jedes Jahr bei null. Die Jahresübersicht ist die Ansicht für die Quartals- und Jahresplanung.
Zwischen den Ansichten wechseln
Der Wechsel ist ein Klick, deshalb braucht es keine Absprache darüber, welche Ansicht die richtige ist. Jede Person im Team kann in der Perspektive arbeiten, die zu ihrer Aufgabe passt, ohne dass eine zweite Datenquelle entsteht.
Die "Nicht eingeplant"-Ansicht
Der Grundgedanke
Eine Idee braucht im Content Planer keinen Termin, um gültig zu sein. Genau das unterscheidet den Planer von einem reinen Redaktionskalender: Gedanken landen als Einträge mit Typ und Tags im System, ohne dass ein Datum gesetzt werden muss.
Das löst das häufigste Problem in der Redaktionsplanung. Eine gute Idee entsteht selten am Schreibtisch. Sie entsteht im Gespräch, an einem Anlass oder auf dem Heimweg. Ohne einen gemeinsamen Ort, an dem sie zwei Minuten später abgelegt werden kann, ist sie nach drei Tagen weg. Der Zwang, sofort einen Termin zu setzen, ist eine solche Hürde.
"Nicht eingeplant" ist die Sammelstelle für genau diese Ideen: Einträge, die im System liegen, aber noch kein Datum tragen und deshalb in keiner Kalenderwoche auftauchen.
Wie du damit arbeitest
Als Zettelkasten: Alles, was noch nicht entschieden ist, landet hier. Der Bereich ist der Vorrat, aus dem die Redaktionssitzung schöpft.
Als Vorbereitung der Sitzung: Geht die Liste in der Redaktionssitzung durch, entscheidet, was in den nächsten Zyklus gehört, und setzt für diese Ideen eine Deadline. Sobald ein Termin gesetzt ist, verschwindet die Idee aus "Nicht eingeplant" und erscheint im Kalender.
Als Lückenfüller: Zeigt die Wochen- oder Monatssicht Lücken, findest du hier die Themen, die sich einschieben lassen.
Regelmässig aufräumen
Der Bereich wächst schneller, als er geleert wird. Sinnvoll ist ein fixer Termin, an dem Ideen entweder terminiert oder bewusst verworfen werden. Eine Sammelstelle, die niemand mehr durchsieht, hat denselben Effekt wie die Notiz-App, die sie ersetzen soll.
Abgrenzung zur Timeline
"Nicht eingeplant" und die Timeline sind Gegenstücke:
- Nicht eingeplant zeigt, was ihr geplant habt, aber noch nicht terminiert ist.
- Timeline zeigt, was bereits terminiert ist, aber nicht im Planer geplant wurde, nämlich geplante Social-Media-Posts oder Änderungen in Content Pools.
Die Timeline-Ansicht
Was die Timeline anzeigt
Eine Redaktionsplanung zeigt normalerweise nur, was das Team aktiv geplant hat. Nicht sichtbar ist, was ohnehin automatisch läuft: der Social-Media-Post, der seit zwei Wochen terminiert ist, oder der Content Pool, der am Monatsanfang neue Einträge ausspielt. Genau diese Lücke schliesst die Timeline.
Was eingeblendet wird
Die Content Timeline zeigt im Content Planer:
- geplante Social-Media-Posts inklusive Go-live-Zeitpunkt
- geplante Änderungen in Content Pools, also das Hinzufügen oder Entfernen von Einträgen zu bzw. aus einem Pool
Angezeigt wird dabei nicht nur der Termin, sondern auch der betroffene Inhalt. Bei einem Content Pool siehst du also, welche Einträge ab wann sichtbar werden.
Wer eine Kampagne terminiert, erkennt so sofort, ob am selben Tag bereits automatisierte Beiträge oder ein Wechsel im Veranstaltungs-Pool anstehen.
Ein- und ausblenden
Die Anzeige der Timeline lässt sich per Knopfdruck ein- und ausschalten. Teams, die nur ihre eigene Planung sehen wollen, blenden sie aus.
Der Planer terminiert nicht selbst
Wichtig für das Verständnis: Der Content Planer bleibt die Planungsebene. Er terminiert Social Posts nicht selbst, sondern zeigt, was in der Social Media-Planung bereits gesetzt ist. Geändert wird an der Quelle.
Verhältnis zum Fahrplan-Widget im Dashboard
Auf dem Organisations-Dashboard gibt es das Widget Fahrplan, das geplante Änderungen von Inhalten in Content Pools und geplante Social-Media-Posts anzeigt. Die Timeline greift auf dieselbe Art von Terminen zurück, stellt sie aber im Kontext der Redaktionsplanung dar, also neben den eigenen Ideen und Deadlines.

